Michael Mario Smandzik

mutmaßlich unschuldig in Deutschland

Michael M. Smandzik
JVA Werl
Langenwiedenweg 46
59457 Werl
Deutschland (Germany)


Geburtsdatum: 14. Juni, 1972


DER FALL


Datum des Verbrechens: 14.7.2002; (27.7.2002); 10.8.2002; 9.1.2005
Datum der Verurteilung: 5.2.2007
Haftbeginn: 10.3.2008
Aktenzeichen: 162 Js 684/06, 39Kls 5/07
Strafurteil: (4) 3 Jahre und 3 Monate für Vergewaltigung in (vier) drei Fällen

Die Vergewaltigung vom 27.2.2002 wurde neu verhandelt und Smandzik wurde frei gesprochen. Seine Haftstrafe wurde um ein Jahr verkürzt.

Date of the Crime: July 14, 2002; (July 27, 2002); Oct. 8, 2002; Sept. 1, 2005
Date of Conviction: Feb. 5, 2007
Begin of Incarceration: Mar. 10, 2008
Case No: 162 Js 684/06, 39Kls 5/07
Sentence: (4) 3 years and 3 months for (four) three counts of rape

The rape of February 27, 2002 was retried and Smandzik was acquitted. His sentence was reduced by one year.


Einleitung

Dies ist ein Fall, in dem Aussage gegen Aussage steht. Augenzeugen oder forensische Beweise, dass Michael Smandzik seine ehemalige Ehefrau vor der Trennung mehrmals vergewaltigt hat, gibt es nicht. Der mehrfachen Vergewaltigung angeklagt wurde Herr Smandzik erst im Trennungsjahr, nachdem seine damalige Frau und Mutter seiner Kinder von seiner neuen Freundin erfahren hatte.


Fakten

Dokumente

Ermittlungsverfahren gegen Frau I.S. wegen uneidlicher Falschaussage/ falscher Verdächtigung (pdf, 5 Seiten)
6. Juli, 2007

Eingangsbestätigung der Beschwerde im Ermittlungsverfahren gegen Dirk S. und I.S. vom Generalstaatsanwalt Hamm (pdf, 1 Seite)
27. November, 2007

Wiederaufnahmeverfahren abgelehnt (pdf, 12 Seiten)
Landgericht Essen
28. Januar, 2008

Michael Smandzik's Argumente gegen die Ablehnung des Wiederaufnahmeverfahrens:

Seite 10 von 12:
"Selbst wenn festgestellt werden könnte, dass sich die Nebenklägerin ihm gegenüber tatsächlich am Telefon in der behaupteten Weise geäußert hätte, würde daraus nicht ohne weiteres folgen, dass sie ihm gegenüber die Wahrheit gesagt hätte."
Hier räumen die Richter ein, dass die Nebenklägerin -I.S.- nicht immer die Wahrheit sagt.

Seite 6 von 12:
"Nach den vorgelegten Beweismitteln ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Antragsteller mit der Nebenklägerin am 27.07.2002 in der Türkei aufgehalten hat, eine Vergewaltigung in der Ehewohnung an diesem Tag entgegen den Feststellungen des erkennenden Gerichts also nicht stattgefunden haben kann. Die Nebenklägerin hat in dem gegen sie gerichteten, mittlerweile nach § 170 StPO eingestellten Ermittlungsverfahren aber angegeben, die von ihr geschilderte Vergewaltigung habe kurz nach dem Türkeiurlaub stattgefunden, sie habe sich lediglich bei der Eintragung in den Kalender vertan. Insoweit handelt es sich trotz der Änderung der Tatzeit angesichts der konkreten Angaben der Zeugin zum Tatablauf immer noch um ein und dieselbe prozessuale Tat, so dass dieser Umstand allein nicht zur Freisprechung des Antragstellers, sondern zu einem Hinweis nach § 265 StPO geführt hätte."
I.S. kann sich an viele kleine Details bezüglich der angeblichen Vergewaltigungen erinnern, aber sie nennt Daten und Orte als Tatzeiten und Tatorte, die nachweislich nicht der Wahrheit entsprechen können. Ein Vergewaltigungsopfer vergisst oder verwechselt solche grundlegenden Fakten von traumatischen Erlebnisse nicht.

Seite 7 von 12:
"...dass die Nebenklägerin bei den einzelnen Taten derart detailreich originelle Einzelheiten geschildert hat, "dass ein Erfinden derselben abwegig erscheint" "
Warum ist das Gericht der Auffassung, dass eine erwachsene Frau, die ihren noch-Ehemann per SMS zu jeder Tages- und Nachtzeit terrorisiert, d.h. deren Gedanken ständig nur um den Angeklagten/Verurteilten kreisten, keinen Erfindungsreichtum haben sollte?

Die Daten der Vergewaltigungen wurden angeblich in den Familienkalendern mit einem Kreuz markiert, jedoch wurden diese relevanten Beweisstücke dem Gericht niemals vorgelegt. Dennoch glaubt das Gericht der Nebenklägerin auch ohne Beweise. Wären die Kalender als Beweismittel vorgelegt worden, hätte man sie prüfen und untersuchen können. Vernichtete Beweismittel sollten weder für die Nebenklägerin noch gegen den Angeklagten sprechen, weil dieses Beweismaterial nicht mehr begutachtet werden kann und daher ohne Beweiskraft ist.

Im Gegensatz dazu glaubt das Gericht dem Verurteilten -mir- nicht, dass ich mit meinem Freund und Alibizeugen unterwegs war, und die Vergewaltigung gar nicht begangen haben kann. Im Rechtsstaat Deutschland, wo der Angeklagte solange als unschuldig anzusehen ist bis die Schuld bewiesen ist, sah ich mich von Beginn an in der Pflicht, meine Unschuld zu beweisen, obwohl der Staat derjenige ist, der etwas beweisen muss - nämlich meine Schuld. Ich hätte mich normalerweise nach dem Gesetz von Anfang an einfach zurücklehnen können. Dem Wort der Nebenklägerin wird trotz jeden Mangels an Beweisen mehr geglaubt als mir, der ihre Anschuldigungen widerlegen kann.

Seite 9 von 12:
"Wären sie bereits in der Hauptverhandlung vernommen worden und hätten das erkennende Gericht überzeugt oder aber nur Zweifel an den Angaben der Nebenklägerin geweckt, hätte dies zwangsläufig zum Freispruch des Antragstellers insgesamt geführt. Aus diesem Grund ist eine eingehende und plausible Erklärung dafür zu fordern, warum sie nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt benannt worden sind."
Mein Verteidiger beriet mich und ich vertraute seiner professionellen Erfahrung. Würde das Gericht eine schriftlich beeidigte Erklärung meines damaligen Verteidigers als Beweis akzeptieren, oder wäre dies nur eine weitere Zeit- und Geldverschwendung?

Seite 7 von 12:
"Denn ob die Aufnahmen tatsächlich in dem fraglichen Urlaub gemacht worden sind, ist ebenso wenig durch neue Beweismittel belegt wie die Frage, ob sie - vorausgesetzt es handelt sich um diesen Urlaub - vor oder nach den behaupteten Übergriffen gefertigt worden sind."
Es gibt Zeugen, die sagen können, wie alt mein Sohn in diesem Urlaubsvideo ist. Das Pool, das Meer und die Rutsche sind eindeutig am Hotel Ofo. Der Rutschenpark ist eindeutig in Antalya. Wenn ich immer gewalttätig zu meiner Ex-Frau gewesen wäre, dann hätte man das am Körper von I.S. in dem Urlaubsvideo sehen müssen. Der Urlaub im Jahre 2002 muss zwischen Mai und September gewesen sein, weil es sonst zu kalt zum Baden im Meer gewesen wäre. Anscheinend haben die Richter das Video nicht genau angesehen, denn I.S. trägt keinen Badeanzug oder Pullover, sondern einen Bikini im Video. Man hätte die blauen Flecken daher sehen können, hätten sie denn wirklich existiert.

Sofortige Beschwerde (pdf, 5 Seiten)
5. Februar, 2008

Sofortige Beschwerde/ Ergänzung (pdf, 6 Seiten)
7. Februar, 2008


Wie Sie helfen können

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Ideen und Leute, die mir helfen möchten oder sogar können, sind herzlich willkommen. Ich bin nicht wie Marco W. aus Uelzen in der Türkei angeklagt worden und in Haft, sondern hier in Deutschland. Ich frage mich, warum in einem Rechtsstaat wie Deutschland einer Frau ohne Beweise mehr geglaubt wird als mir, der ihre fraglichen und widersprüchlichen Anschuldigungen schlüssig widerlegen kann. Ist es möglich, dass ein örtlicher Polizist - ein Handlanger der Staatsgewalt - der vertrauliche Daten an das angebliche Vergewaltigungsopfer herausgab, der seit unserer Trennung ein freundschaftliches Verhältnis mit ihr hat(te), und gegen den ein Verfahren läuft, mit ein Grund für die Ablehnung meines Wiederaufnahmeverfahrens ist? Ich möchte diesen Fall von den Medien als Deutsches Exempel beleuchtet sehen, denn ich bin sicherlich nicht der einzige hier in Deutschland, der für etwas im Gefängnis sitzt, das er nicht getan hat.


Interne & Externe Links

"Dem Wunsch nach Beibehaltung des Opferstatus kann auch der Wunsch zugrunde liegen, auf diese Weise die erhoffte und benötigte Zuwendung und Aufmerksamkeit zu bekommen. So haben zum Beispiel ca. 5 Prozent aller von Frauen angezeigten Vergewaltigungen gar nicht stattgefunden. Als Motiv für die Falschanzeige stellte sich häufig heraus, dass die Frau auf diese Weise Aufmerksamkeit erlangen wollte."
Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut, 4.12.2007
http://www.maennerberatung.de/opfer.htm

http://www.springerlink.com/content/mg441x9gu3v1pg3j/
Erinnerung und Pseudoerinnerung: Über die Sehnsucht, Traumaopfer zu sein
Zeitschrift: Der Nervenarzt
Volume 73, Number 5 / Mai 2002

http://www.landgericht-dortmund.de/
Landgericht Dortmund

http://www.lg-essen.nrw.de/
Landgericht Essen

http://www.sta-dortmund.nrw.de/
Staatsanwaltschaft Dortmund

http://www1.polizei-nrw.de/unna/Start/
Kreispolizeibehörde Unna

http://www.jva-werl.nrw.de/
Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl

http://de.wikipedia.org/wiki/Nordrhein-Westfalen
Wikipedia, die freie Enzyklopädie: Nordrhein-Westfalen

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